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Loriot-Rechte: Geschenkartikel

Ich hatte mich im Tierpark Hagenbeck dem Studium der Tierwelt gewidmet und unter anderem einen Papagei zu Papier gebracht. Eine nichtswürdige Federzeichnung mit leichter Hand in schwarzer Tusche. "Entzückend", hätte meine Wirtin gesagt. Da hing das Blatt nun an der Wand. Willem Grimm verhielt den Schritt nur leicht, fasste den Papagei sekundenlang ins Auge und sagte im Weitergehen: "Ja, ja, mit dem Strich ist viel Geld zu verdienen..."

Da der Boden der Landeskunstschule sich nicht auftat, durchlitt ich den Augenblick in seiner ganzen Schande. Ich hatte meinen Lehrer verstanden und wohl mehr gelernt als sonst in einem ganzen Semester. Wenn ich es recht bedenke, ist die berufliche Frage bei mir eigentlich nie ganz gelöst worden...

Nach insgesamt etwa zwanzig Lehrjahren sah ich mich nun imstande, ein kleines Männchen zu zeichnen, das mich bis heute ernährt. Ich bin sehr gut zu ihm, damit es mich nicht verlässt.

Loriot in seiner Rede "Willem Grimm - Meinem Lehrer zum 80. Geburtstag" in der Freien Akademie Hamburg (25. Mai 1984) und im Nachwort zu "Großer Ratgeber" (1968)

Loriot in seiner Rede "Willem Grimm - Meinem Lehrer zum 80. Geburtstag" in der Freien Akademie Hamburg (25. Mai 1984) und im Nachwort zu "Großer Ratgeber" (1968)


Willem Grimm sollte Recht behalten. Selbst Loriots Geschenkartikel erfreuen sich seit Jahrzehnten ganz besonderer Beliebtheit. Nur der Bartels'sche Familien-Original-Benutzer ist noch immer nicht in allen einschlägigen Geschäften erhältlich.

 

Loriot: Der Familienbenutzer
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